Episode 6- Von der Türkei nach Zypern

Das Ausklarieren hat etwas länger gedauert. Wir hatten schon Angst das wir heute gar nicht mehr wegkommen. Nach 2 Stunden kam der Agent wieder und wir konnten ablegen.

Da es schon spät war sind wir nicht mehr weit gekommen. Wir haben dann beschlossen bis nach Antalya in den Altstadt Hafen zu fahren. Laut Hafenhandbuch stehen hier nur Ausflugsboote und ein paar Fischer. Wir wollten trotzdem unser Glück versuchen und sind einfach hingefahren. Und wir hatten Glück. Es gab noch freie Plätze, mit 80 € war es nicht unbedingt preiswert, aber immer noch günstiger als in der Marina. 

Auf dem Weg nach Antalya

17.11. Samstag

Regen

Die Ausflugsboote waren schon sehr früh auf und haben bereits ab 6:00 Stimmung gemacht, pünktlich mit dem Muezzin. Nach einem entspannten Frühstück sind wir dann 10:00 gestartet.

Es wurde für den ganzen Tag regen angesagt, das hat sich leider auch bewahrheitet.

Bereits nach 30 Minuten kamen die ersten Regenwolken. Es hat  aber nicht nur geregnet, es hat wie aus Eimern geschüttet. Von den 35,5 SM konnten wir leider nur 15 SM segeln. Mit leichten regen fing es an, der wurde dann immer stärker bis es Sintflut artig geregnet hat. Bei der Ankunft in Side gegen 17:00 waren wir dann klitschnass.

Den Fisch den Sven unterwegs gefangen hat haben wir im Restaurant abgegeben und uns dort zubereiten lassen. Nach einem anstrengenden Tag hatte niemand mehr Lust sich in die Küche zu stellen… Und es war mega lecker ;P

Die Einfahrt in den Hafen war nicht ohne. Die Einfahrt ist sehr eng und die Welle hat uns direkt an die Felsen gedrückt. Es hat aber alles super geklappt. Beim Anlegen haben wir Hilfe von den Angestellten des Restaurants bekommen.

Der Hafen ist einiger der wenigen die Kostenfrei sind.

18.11. Sonntag

Alanya

Die Nacht war sehr unruhig. Das Boot hat die ganze Nacht ordentlich geschaukelt. Die Welle hat uns ständig an die Hafenmauer gedrückt. Das war uns schon beim Anlegen aufgefallen, deswegen haben wir etwas mehr Abstand zur Hafenmauer gelassen.

Den Tag haben wir früh begonnen, da wir wussten das wieder 35,5 SM vor uns lagen bis Alanya.

Zum Glück sind die dicken Regenwolken an uns vorbeigezogen.

In Alanya wurden wir wahrscheinlich hereingelegt. Wir haben 15 € für den Hafen bezahlt, aber keine Rechnung wie vereinbart bekommen. Der Mann kam zu uns und wollte unsere Papiere sehen und Geld haben. Er hat aber den Preis nicht aufgrund der Länge des Bootes berechnet und eine Rechnung haben wir auch niemals bekommen.

Turm

Die Stadt ist sehr touristisch, hat aber einige Sehenswürdigkeiten. Es gibt ein Turm mit Burg & dazugehöriger Anlage. Wir haben aus Zeitmangel aber nur den Turm besichtigt und sind etwas durch die Stadt gelaufen.

19.11. Montag

Der Hafen von Gazipasa ist klein und nicht für Segelboote ausgelegt. Nach langem suchen und etwas Hilfe von den örtlichen Fischern konnten wir dann auf der linken Seite festmachen.

Hier wollten sie uns die Fischer linken. Sie wollten 15 € von uns haben. Wir haben ihnen aber klar gemacht das wir nichts bezahlen, wenn wir nicht direkt eine Rechnung bekommen. Nach etwas diskutieren haben sie dann aufgegeben…

20.11. DIENSTAG

Bozyazi

Der nächste Hafen war leider wieder sehr weit entfernt, 42 SM.

Hier ist alles eher ursprünglich. Kaum Hotels oder Ferienanlagen, dafür sehr viel ursprüngliche Türkei.

Die Polizei kam nach dem Anlegen in Bozyazi vorbei und hat unsere Unterlagen kontrolliert. Ging natürlich alles glatt 😉

Eine Empfehlung für ein gutes Restaurant haben wir von den Fischern bekommen.

Blick vom Restaurant

Als wir in den Eingang sind haben wir den Seiten Eingang benutzt. Von vorne sieht es sehr dreckig und chaotisch aus. Zum Glück sind wir weiter gegangen. Das eigentliche Restaurant befindet sich direkt am Strand. Die Vorspeisen waren sehr lecker, der Rest war okay. Sie haben dann auch noch ein Lagerfeuer gemacht. Der Ausblick und das Ambiente waren einfach toll.

Lagerfeuer

21.11. Mittwoch

Altstadt Hafen Girne

Es war Zeit ,,Good Bye’’ zu der Türkei zu sagen, vorerst. Wir waren für unser nächstes Etappen Ziel Zypern bereit.

51 SM lagen vor uns. Da wir vor Sonnenuntergang im Hafen sein wollten haben wir beschlossen sehr früh aufzustehen. Das hieß Start 4:30. Die Überfahrt war sehr unbeeindruckend. Sven hat kurz nach Sonnenaufgang ein Fisch gefangen, den gab es dann zum Mittagessen in Form einer Suppe. Den Sonnenaufgang konnten wir leider nicht genießen, da er von den Wolken verdeckt wurde. Angekommen sind wir 14:00 im Altstadt Hafen von Girne. Leider können dort nur Ausflugsboote und ein paar kleiner Fischerboote festmachen.

Delta Marina Girne

Also ging es weiter zur Delta Marina , die ist direkt nebenan. Zum Einklarieren mussten wir etwas auf die Polizei warten. Nach 1 Stunde warten und sehr viel Papierkram für Sven durften wir dann zu unserem Platz in der Marina.

Die Frauen haben uns sehr geholfen mit dem allem, auch beim einklarieren.

22.11. Donnerstag

Eingang Altstadt Nikosia

Ein ordentliches Gewitter mit Regen wurde angekündigt. Zum Glück haben wir unser Zelt aufgespannt, so konnten wir die Regentage auch auf Deck verbringen.

Am nächsten morgen kam bereits die erste Regenfront.

Wir sind dann gleich nach Nikosia geflüchtet. Die Hauptstadt von Zypern ist eher unscheinbar, bietet aber ein paar, wenn auch etwas versteckte, Sehenswürdigkeiten.

Rathaus Nikosia

Wir sind der großen Einkaufsmeile gefolgt. So sind wir an den wichtigsten Stellen vorbeigekommen und konnten etwas vom Flair der Stadt spüren. Am coolsten war allerdings das wir, von der Türkei nach Griechenland innerhalb von 2 Minuten gelaufen sind 😉

Den Nachmittag hat Sven noch damit verbracht und unseren neuen Autopiloten eingebaut. Nach 2 Stunden war alles erledigt. Das Ein und Ausbauen war nicht das Problem. Das schlimme war das rangekommen an alle Schrauben und das herauskriegen des Motors…

Autopilot

23.11. Freitag

Es hat den ganzen Tag geregnet. Wobei man von Regen nicht sprechen kann. Es ist eher, als hätte der Himmel die Schleusen geöffnet. Den Tag haben wir zum Arbeiten genutzt und uns im Inneren des Bootes verschanzt. Am Abend sind wir dann bei etwas besseren Wetter zum Einkaufen gegangen. Die Straßen waren so überspült mit Wasser, das es fast nur mit Gummistiefeln möglich war vorwärts zu kommen.

24.11. Samstag

 

Samstag war es dann wieder schöner und wir konnten noch etwas Girne entdecken. Der Altstadt Hafen und die Burg direkt daneben mit Museum ist auf jeden fall ein Besuch wert, außerdem auch das Amphitheater vor der Stadt. Ansonsten sind wir noch durch die Einkaufsstraße gelaufen. Da es Samstag war, war natürlich einiges los.

Amphitheater Girne

Bei einem weiteren Regenguss konnten wir uns schnell in eine Passage retten, bevor wir den nach Hause weg angetreten sind.

25.11. Sonntag

Nach den letzten Tagen mit jeder Menge Regen hat sich die Sonne endlich wieder blicken lassen. Wir haben das natürlich gleich genutzt und sind aus dem Hafen rausgefahren. Auf dem Weg zur nächsten Bucht haben wir noch den Autopiloten getestet. Sven hat gute Arbeit geleistet und wir können auch mal wieder etwas entspannter fahren 😉

Die nächste Bucht mit einem kleinen Hafen war 14 SM entfernt. Leider war es nicht tief genug. Das hieß weiter zur nächsten, die war aber direkt um die Ecke, so das wir nach 30 Minuten schon da waren.

26.11 Montag

Karpaz Gate Marina

Leider gibt es hier in Nord Zypern nicht viele Möglichkeiten zum Ankern oder Häfen zum Festmachen. Alles ist komplett offen und ungeschützt, wenn Wind vom Norden kommt.

Das hieß für uns nächster Halt Karpaz Gate Marina.

Viele Boote gab es hier nicht, dafür aber sehr nettes und hilfsbereites Personal.

Außerdem hat die Marina ein Restaurant, dort gab es sehr leckeres Essen zu vernünftigen Preisen. Das Fitnessstudio hat Melanie besonders gut gefallen. Die Geräte sind sauber und in einem guten Zustand.

Im Fitnessstudio

Die ganze Marina ist sehr sauber und ordentlich. Leider etwas ab vom Schuss, aber mit dem Taxi oder Mietwagen auch alles an Land gut zu erreichen. Die Marina bietet außerdem ein kostenfreien Shuttle Service an.

Vorspeisen im ,,Hemmingway“ Restaurant in der Marina

 

27.11. Dienstag

Heute Morgen haben wir Hafenmanöver und Rückwarts fahren mit Melanie geübt. In Zukunft soll sie das Boot immer anlegen, da wurde es Zeit für den ersten Schritt 😉

Danach sind wir in eine kleine Bucht 3 SM weiter gefahren. Die Bucht ist von 3 Seiten geschützt, leider hat die Welle uns so reingedrückt das wir ordentlich durchgeschüttelt wurden.

Sonnenuntergang

28.11 Mittwoch

Nachdem wir einen kurzen Ausflug gemacht hatten, ging es wieder zurück in die Marina. Von hier aus haben wir mit einem Mietwagen Nord Zypern erkundet.

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